fbpx
Pusteblumen – fest verankert und doch zum fliegen bereit Ihre Firma macht es anders! Sie haben sich fest vorgenommen, nicht in dieselben Fallen wie Andere vor Ihnen zu treten. Sie sind fest davon überzeugt, dass „Das neue Arbeiten“ Ihrem Unternehmen finanziellen Erfolg beschert und den Mitarbeitern bessere Arbeitsbedingungen bietet. Sie haben sich ausgiebig informiert und verstehen, wie wichtig Kommunikation ist.

Ihre Mitarbeiter durften sich schon während der Vorbereitung einbringen, und Prozesse wurden sorgfältig geplant. Die neu gestaltete Büroumgebung sieht toll aus. Die IT-Abteilung hat funktionierende Tools bereitgestellt. Also kann eigentlich nichts schiefgehen…Aber Pustekuchen! Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir halten an Gewohnheiten fest und wagen nur ungern den Sprung ins Ungewisse. Schließlich haben wir gute Gründe dafür, warum wir nichts loslassen wollen. Sicherheit ist ein biologisch verankertes Grundbedürfnis. Viele Menschen legen großen Wert auf Routine, Verlässlichkeit und Rituale. Das liegt teilweise an einer Besonderheit in unserem Gehirn. Wann immer wir Neues verarbeiten müssen, verbrauchen wir große Mengen an Sauerstoff und Zucker und unser Gehirn wird automatisch versuchen, Energie zu sparen. Gehen wir jedoch unseren Routinen nach, belohnt uns das Gehirn mit Wohlfühl-Stoffen. Manche Menschen haben genetisch bedingt mehr Spaß am Neuen. Diese Menschen suchen geradezu die Aufregung und freuen sich darauf, Unbekanntes auszuprobieren. Die Möglichkeit, zeit- und ortsunabhängig zu arbeiten und ihre Kontakte weiter auszubreiten, werden sie gerne nutzen, ohne die Wirkung zu kennen. Wie eine Pusteblume, deren Samen der Wind wie kleine Fallschirme überall verbreitet. Die Bereitschaft einer Person, positiv auf eine bestimmte Situation zu reagieren, wird jedoch nicht nur durch Biologie sondern auch durch die eigene Lebenserfahrung beeinflusst. Fühlte man sich als Kind geborgen und traute sich schon früh, Neues zu entdecken? Welche Erfahrungen hat man später gemacht?

Irgendwann musste jeder fliegen lernen.

Und dann sind Sie doch in eine vermeintliche Falle getreten, weil erst in der Praxis deutlich wird, was wohl und was nicht funktioniert. Und wie es den Menschen dabei ergeht. Nicht alles ist vorhersehbar. Viele kleine Prozesse ändern sich durch die neue Situation. Gewohnheitstiere reagieren darauf allergisch, weil sie sich alleingelassen fühlen. Auch wenn Mitarbeiter von vornherein über die Änderungen in der neuen Arbeitswelt informiert wurden, fällt es vielen in der Praxis recht schwer, Abschied zu nehmen vom „eigenen Büro“. Auf einmal befinden sie sich in einem „Open Office“ zwischen Kollegen von anderen Abteilungen, die sie normalerweise nur ab und zu in der Kantine oder bei der Weihnachtsfeier sahen. Kollegen, die sich vorher täglich sahen, müssen sich auf einmal zum online-Meeting verabreden. Und es ist doch gar nicht möglich, ohne Papier zu arbeiten…. Helfen Sie dem Gewohnheitstier: Sorgen Sie für persönliche Schließfächer als eigenes Reich. Die Kaffee-Ecke fördert informelles Kennenlernen und Austauschen. Ein fester Ansprechpartner kann den Mitarbeitern helfen, sich in der neuen Bürowelt zurecht zu finden. Regelmäßiges Evaluieren der Gesamtsituation ist essentiell. Scheuen Sie sich nicht, neue Entscheidungen zu treffen, wenn etwas nicht optimal funktioniert. Das neue Arbeiten gestaltet sich in jedem Unternehmen anders. Sie sollten Ihren eigenen Weg finden. Kommunikation mit anderen Abteilungen und Firmen hilft Ihren Mitarbeitern, neue Ideen zu entwickeln. Also säen Sie ruhig einmal etwas Unkraut (Pusteblumen) und entdecken Sie, was passiert. Wenn die aufgewirbelten Samen wieder Bodenkontakt haben – sich die Mitarbeiter also an die neue Situation gewöhnt haben – ernten Sie die Erfolge der neuen Arbeit.