AUBUSSON: STADT DER TAPISSERIE, FRANKREICH

Aubusson ist eine Gemeinde in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine im Département Creuse, die international bekannt ist wegen ihrer Tapisserie-Manufakturen. Im Jahr 2009 wurde das Handwerk von Aubusson von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit ernannt. Kurz danach entstand ein gemeinschaftliches Projekt der Stadt und der Manufakturen. Ziel davon ist, 600 Jahre Geschichte der Weberei-Technik zu gedenken und die zeitgenössische Tapisserie weiter zu entwickeln.
Die ehemalige „National School of Decorative Art“ aus dem Jahr 1969 wurde renoviert um Platz zu machen für das Museum Cité de la tapisserie. Dieses umfangreiche Projekt wurde durch den Sieger des Architektenwettbewerbs in 2012, die Agentur Terreneue, realisiert. Es dauerte 3 Jahre bis das Museum im Juli 2016 seine Pforten öffnen konnte.

Die Sammlungen der Abteilung Tapisserie können seit dem Umbau von der Erweiterung der verschiedenen Ausstellungsräume profitieren. Es steht eine außergewöhnliche Ausstellungsfläche von 1.200 Quadratmetern mit 7 Meter Höhe zur Verfügung. Die Lagerkapazität ist verdreifacht im vergleich zum ehemaligen Lagerraum. So beherbergt das Gebäude neben dem Museum mehrere Depots, Restaurationsräume, ein Ressourcenzentrum und einen Trainingsbereich für professionelle Workshops.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Stadt suchte einen Partner der drei Depots ausstatten konnte mit Lagertechnik für verschiedene Objekte, wie z.B. Textilkollektionen, Zeichnungen, Gemälde und keramische Möbel. Nach der Ausschreibung wurde Bruynzeel als Lieferant mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ausgewählt.

„Das Angebot von Bruynzeel erwies sich als das beste das wir erhalten haben, wobei die Auswahlkriterien technische Wertung 30% und Preis 70% berücksichtigt wurden“, erklärt Frau Coudert, Manager des Museums. „Die Firma Bruynzeel strebt danach die besten Erhaltungsbedingungen zu realisieren, indem sie Aufbewahrungslösungen für alle möglichen Sammlungen anbietet“.

Die sorgfältige Inventur
Die Inventur, die vor dem Umzug durchgeführt wurde, stellte eine große Herausforderung dar. 330 Wandteppiche, 15.000 grafische Werke und 4.000 weitere Objekte wurden gelistet und registriert. In der ersten Phase wurde alles kontrolliert. Es wurde geprüft ob die Inventarnummern mit den registrierten Daten übereinstimmten und ob die Informationen vollständig waren. Sobald diese Phase abgeschlossen war, wurden die Kunstwerke abgestaubt, fotografiert und verpackt. Danach folgte der Transport zum Depot. Um eine optimale Erhaltung zu garantieren wurde der Lagerplatz des jeweiligen Objektes im Depot nach Material sortiert.

Leichtere Zugänglichkeit für die Tapisserien
Die Depoträume sind vergrößert und bieten bessere Bedingungen für den Erhalt der Tapisserien. Die Kragarmregale von Bruynzeel ermöglichen die Lagerung von riesigen Tapisserien von 1,70 m bis 5,20 m. Die Regale wurden maßgefertigt und auf acht verschiedenen Ebenen installiert. Die Optimierung der Lagerräume ermöglicht heutzutage die Lagerung von mehr als 480 Tapisserien. Außerdem entstand ein Arbeitsraum für Konservatoren und für Studienzwecke. Dadurch wurden die Arbeitsumstände der Mitarbeiter erheblich verbessert. Die Tapisserien sind jetzt einfach erreichbar und identifizierbar.

Optimierte Lagerbedingungen
Für den optimalen erhalt von Wandteppichen gelten sehr spezifische Bedingungen. Sie benötigen eine Temperatur von 20 °C, eine Feuchtigkeit von 50% und eine besonders sorgfältige Verpackung.

Frau Coudert erklärt den Verpackungsprozess: „Um die bestmöglichen Bedingungen zu garantieren, werden die Tapisserien auf einem Pappschlauch verpackt. Aufgrund der hohen Kosten von nicht-säurehaltigem Material verwenden wir eine Folie zum Schutz vor Säuren. Danach werden die Tapisserien mit Tyvek-Gewebe bedeckt. So geschützt, kann die Tapisserie aufgerollt werden ohne Risiko auf Beschädigungen. Die aufgerollten Tapisserien werden schließlich rundum in Tyvek-Gewebe eingepackt und in die Regale eingehängt. Auf diese Weise werden die Rollen viel besser geschützt als vorher im alten Depot, wo die Tapisserien auf flachen Holzboden gelagert wurden.

Bruynzeel lieferte außerdem Schubladenschränke für die flache, staubfreie und lichtgeschützte Lagerung von kleineren Tapisserien.

Maßgeschneiderte Lagertechnik für die gesamte Kollektion
Bruynzeel hat passende Lösungen für die technischen Herausforderungen der Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. „Mehrere Regale wurden auf die vorhandenen Höhen und Räumlichkeiten angepasst, vor allem auf der zweiten Etage. Lagertechnik ist oft auch maßgeschneidert“, sagt Frau Coudert. Für die Gemälde wählten wir Verschiebeanlagen mit einer hohen Lagerkapazität. Die grafischen Kunstwerke werden auf Regale gelagert.

Die gesamte Möbelkollektion und die technischen Sammlungen werden auf Weitspannregalen gelagert, die für große Objekte geeignet sind. Palettenregale garantieren eine sichere und kompakte Lagerung der schwersten Objekte.

Heute beschäftigt sich der Kunstrat mit dem großen Sammlungsprojekt, um die Erhaltung öffentlicher Sammlungen zu standardisieren. Das Budget ermöglichte den Erwerb einer riesigen Sammlung von 22.000 Zeichnungen aus den ehemaligen Tapisserie-Werkstätten Tabard und Braquenié. Die Zeichnungen wurden als Vorlage für Wandteppiche, Teppiche oder Möbelelemente genutzt.

Das Studium der Kunstwerke im kleinsten Detail, das Frau Coudert als „der Klang der Kunstwerke“ beschreibt, hilft den Faden der Geschichte und der Produktionsgeheimnisse der Sammlung zu verfolgen.

„Die großen Vorteile der Lagertechnik von Bruynzeel sind: bessere Konservierung und einfacher Zugang zu den Kunstwerken, sowie Optimierung der Konservationsräume. Bruynzeel bietet Lagertechnik mit Stil“.

Frau Coudert, Leiterin der Sammlungen der Cité de la Tapisserie