FRAC NORD-PAS-DE CALAIS, FRANKREICH

Ein neues Gebäude für Frac Nord-Pas-de-Calais

Das Frac (Regionalfonds für zeitgenössische Kunst) wurde in 1983 gegründet von Jacques Lang, dem Minister für Kultur. Es ist ein Teil vom Dezentralisationsprogramm, einem speziellen Phänomen in der französischen kulturellen Welt. Die Mission: die zeitgenössische Kunst zu fördern.

Das FRAC Nord-Pas-de-Calais war das erste Frac und wurde ursprünglich in Lille gegründet. 1996 wurde der Standort in das ehemalige Krankenhaus Rosendaël Avenue in Dünkirchen gewechselt.

Das Frac Nord-Pas de Calais ist eines der wenigen Fracs mit einer internationalen Dimension, was deutlich in den Kollektionen sichtbar ist sowie in den Aktivitäten und Kooperationen die seit der Gründung entstanden sind.

Im neuen 100m2 großen Gebäude konnte die Kollektion die sich ursprünglich im Museum der modernen Künste „illeneuve d’Ascq“ befanden,  gelagert werden. Ein Teil der Sammlung wurde noch bei einem Partner in Saint-Amand-les-Eaux ausgelagert.

Die Mission der Frac vor allem die zeitgenössische Kunst zu fördern, findet im  Frac “der zweiten Generation” bereits seinen Ansatz im Museum. Die Sammlung des FRAC beinhaltet etwa 1.500 Werke. Jedes Jahr werden etwa 450 bis 500 Kunstwerke für regionale, nationale oder internationale Ausstellungen vorbereitet. Eine komplizierte Logistik für Sylvain Crépin, FRAC-Manager.

Saint-Amand liegt etwa anderthalb Stunden von Dünkirchen entfernnt. Das war nicht praktisch. Die Kunstwerke konnten nicht richtig klassifiziert und gelistet werden

Sylvain Crépin – Direktor – Frac Nord-Pas-de-Calais

In 2013 entstand das Projekt « AP 2 » (Atelier de Préfabrication N°2). Das Frac wurde in einem neuen Gebäude untergebracht im 9. Bezirk neben « La Cathédrale », einem ehemaligen Ort wo Boote assembliert wurden, der in Dünkirchen von historischer Bedeutung ist.

Die Bedeutung von Regalen bei der Lagerung und Nutzung der verschiedenen Kunstwerke
Das neue Gebäude verfügt über 10.000 m² Fläche und 1.790 m² Reservefläche. Ein 472 m² großer Transitraum wird genutzt um Kollektionen die temporär ausgeliehen werden auf den Transport vorzubereiten. Für Sylvain Crépin ist die Reservefläche wichtig um Sachen einfach hinlegen und rausnehmen zu können.

Wir verleihen unsere Sammlungen regelmäßig an andere Museen. Zwischendurch werden die Objekte sortiert und gelagert. Dabei spielen Regale eine große Rolle.

Sylvain Crépin – Régisseur – Frac Nord-Pas-de-Calais

Sylvain Crépin hat über 30 Jahre Erfahrung. Er kennt die Problematik der Depotverwalter wie z.B. präventive Konservierung, artgerechte Lagerung, Archivierung und Nutzung. Beim Frac sind die Kunstwerke ständig in Bewegung. Daher ist die Verwaltung der Sammlungen sehr komplex.

Wir haben Werke in der Größe eines Stempels z.B. von Philip Favier. Wir haben auch monumentale Werke von Jaguar Frederik van Simaey und die Glashütte von Dan Graham, erzählt Sylvain Crépin.

Frac verwendet, wann immer möglich standardisierte Europäischen Paletten. Aber Kunstwerke halten sich nicht immer an Standardgrößen auf.

Früher wurden die Kunstwerke in Kisten gegen eine Wand gestapelt gelagert. Dies verursachte Schwierigkeiten beim Handling und in der Bestandsverwaltung, erklärt Sylvain Crépin.

Die Anforderungen der Architekten Lacaton & Vassal waren sehr präzise: die Stauraumlösungen sollten eine nutzerfreundliche Handhabung garantieren. Es sollte einfach sein Sachen aufzubewahren und der Zugang sollte jederzeit gewährleistet sein. Mann stellte sich eine Lösung vor mit Metallrollen für Schiebeschachteln.

Maßgefertigte Regalsysteme für das Frac-Depot

Drucke, Gemälde, 3D Arbeiten, Skulpturen…, die Kollektion des Frac ist sehr vielfältig. Die Regale wurden ausgestattet um den Bedarf der verschiedenen Objekte zu entsprechen.

Sylvain Crépin – Régisseur – Frac Nord-Pas-de-Calais

Bruynzeel hat Aufbewahrungslösungen im Programm die den Anforderungen der Verwalter entsprachen. Die Palettenregale (Tabellenformate) wurden mit Rollen zur leichteren Handhabung in den Räumlichkeiten des Frac installiert. Bruynzeel hatte außerdem spezielle Rollwagen auf Regalhöhe angeboten. Um das Gewicht der schweren Kisten tragen zu können, wurden verstärkte Regalböden eingesetzt.

Die Regalinstallation erfolgte in drei Phasen. Während der Bauphase wurde der erste Teil installiert. Danach wurde der Transitraum eingerichtet. Nach dem Umzug wurden zuletzt einige Regale angepasst auf Kunstwerke, die anderenorts nicht klassifiziert werden konnten.

Die Büroräume wurden auch mit mobilen Regalen ausgestattet. Sie bieten Platz für die Archivierung von Akten und Büroutensilien.

Dieses System hat es uns ermöglicht Platz zu sparen, weil das Zimmer nicht sehr groß ist. Klassische Regale würden doppelt so viel Platz eingenommen haben, erklärt Sylvain Crépin.

Zuschauer Bewertung: Zeitersparnis, Sicherheit und neue Wege der Zusammenarbeit
Sylvain Crépin freut sich:

Wir sind absolut zufrieden. Seit 30 Jahren übte ich meine Tätigkeit aus in einer nicht idealen Umgebung. Jetzt haben wir mehr Zeit, sind die Sammlungen sicherer gelagert und finden wir neue Wege der Zusammenarbeit. Das war vorher nicht möglich weil wir keinen Platz dazu hatten. Die Aufbewahrungssysteme mit den Rollen vereinfachen unsere Arbeit sehr, sowohl auf praktischer als auf menschlicher Ebene.

Um die diversen Werke noch besser zu verwalten starten die FRAC Teams ein neues Project wobei die Regale mit QR-Codes und RFID ausgestattet werden, damit die Werke über Computer gefunden werden können.