ls ich in 1986 bei Canon arbeitete, wurde während der Verkaufsschulungen schon gesprochen über papierlose Büros. Man erwartete dass diese in de neunziger Jahren Realität sein würden. In 1986 wurden die ersten Laserdrucker in Büros introduziert, und die lauten Daisy-Wheel- und Matrixdrucker ersetzt. Die viel stilleren Laserdrucker und die bessere Druckqualität sorgten für einen enormen Anstieg der Anzahl Abdrucke. Die Lieferanten dieser Apparate beobachteten mit Freude dass die Abdrucke jedes Jahr mehr wurden. Dennoch waren Marktanalysten wie z.B. Dataquest und InfoSource, davon überzeugt dass das papierlose Büro nur eine Frage der Zeit sein würde und bestimmt vor der Jahrhundertwende (2000) eine Tatsache sein würde.
Das neue Arbeiten 1.0 In 1996 wurde das neue Interpolis Büro in Tilburg (NL) entworfen, wobei Eric Veldhoen ein neues Konzept entwickelte für die Arbeitsplätze. Ausgangspunkte waren Flexibilität, Ausgeglichenheit, Kommunikation und Konzentration. Diese ersten Entwicklungen werden heutzutage angedeutet als Das neue Arbeiten 1.0: vom Großraumbüro zum flexiblen Arbeiten. Von Anfang an war deutlich, dass eine gute EDV-Infrastruktur wichtig ist und dass Mitarbeiter sich überall im Gebäude anmelden können müssen. Jeder Mitarbeiter bekam einen kleinen Rollschrank, worin die Sachen die zur Arbeit benötigt wurden aufbewahrt werden konnten. Inzwischen wurde immer mehr gedruckt und nahm die menge an Informationen die geteilt wurde zu. Das aufkommen von Internet im Büro sorgte für eine Explosion von Informationen die plötzlich erhältlich waren. Dadurch wurde noch mehr gedruckt wurde, oft auch in Bunt, wodurch die Kosten weiter stiegen. Generation C Im Moment sieht es aus als, ob prozentual gesehen, immer weniger gedruckt wird, im vergleich zu der Situation vor 10 Jahren. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass hunderte Male mehr Informationen verfügbar sind als damals. Es ist fraglich ob der Rücklauf an Papier wirklich allmählich verläuft. Diagramme die über Jahre hinweg einen rücklaufende Tendenz zeigen, berücksichtigen nicht die neue Generation C (Connected), die den ganzen Tag verbunden ist mit dem Internet und soziale Medien und die ihre Informationen über Bildschirme erhalten. Es würde mich nicht wundern, wenn diese Generation anfängt zu arbeiten wir eine abrupte Senkung im Gebrauch von Druckern sehen würden. Die heutige Tendenz worin ein allmählicher Rücklauf von Papier zu sehen ist, in Kombination mit neuen Arbeitskonzepten und zunehmende (durch die Regierung unterstützte) Digitalisierung im Bürobereich, zeigt dass sich etwas ändert. Firmen die Produkte und Dienstleistungen liefern, werden Ihr Angebot anpassen müssen um bei der Zeit zu bleiben, oder sogar voran zu gehen. Lieferanten von Druckern werden sich richten auf Dokument Management Systeme und Lieferanten von Archivsysteme richten sich auf Lagerlösungen für neue Bürowelten. Papierloses Büro Es wird also doch irgendwann soweit sein: das papierlose Büro kommt, obwohl ich nicht vorhersehen kann in welchem Jahr. Das neue Arbeiten wird auch immer mehr in die Bürowelt integriert und entwickelt sich dabei weiter; man kann immer und überall arbeiten wenn es einem auskommt und dabei einfach seine Arbeitsdokumente nutzen. Schön diese Entwicklungen zu erleben und zu sehen wie wir in 25 Jahren arbeiten.