Das Internet hat die Welt verändert. Ebenso unsere Arbeitsweise. Da ist es nur konsequent, dass auch unser Arbeitsraum sich dem „Neuen Arbeiten“ des digitalen Zeitalters anpassen muss. Das heißt: weg vom Eremitendasein in muffigen Einzelbüros und raus in transparente und produktive Großraumbüros. Welcome, Open Office!
Digitalität im Büro Wir sind ständig digital unterwegs. Beim Spazierengehen posten wir Fotos auf facebook, vor dem Fernseher twittern wir News, die aktueller sind als die Nachrichten, und halten die Welt mit einem Blog über unser Leben auf dem Laufenden. Diese Digitalität hat auch die Arbeitswelt erreicht. Informationen und Wissen sind das Geschäft der Zukunft. Die Wertschöpfung eines Unternehmens hängt daher zu zwei Drittel von Büroarbeit ab. In den Büros der Zukunft, in denen Wissen und Informationen bearbeitet werden, gelten andere Prioritäten als in den traditionellen Büros, wo nur Aktenstapel abgearbeitet werden. Mitarbeiter müssen eigenverantwortlich arbeiten, flexibel, kommunikativ und kreativ sein. Und das funktioniert weder in Einzelbüros noch in unstrukturierten Großraumbüros. Mehr Platz, mehr Produktivität Das Konzept des Open Office schafft einen Ort, der Arbeitsplatz, Besprechungsraum, Küche, Garderobe und Archiv – und noch vieles mehr – in einem ist. Jeder Arbeitsplatz ist gleich, wodurch niemand benachteiligt wird. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: • Meetings können spontan und ohne Planungsaufwand geführt werden • Hierarchien werden aufgebrochen • Raum für kreativen Austausch wird geboten • Projekt- und Arbeitsgruppen können zusammengesetzt werden • Teamgeist wird gefördert • Abläufe werden unbürokratischer Gesellschaftliche Entwicklung Diese neue Büroform ist nicht nur ein Trend, sondern das Ergebnis einer gesellschaftlichen Entwicklung, die sich über die letzten zehn Jahre erstreckte. Ein wichtiger Faktor ist der emanzipierte Mitarbeiter, dem sein Job wichtig ist und der seinen Beitrag leisten möchte. Nicht weil er muss, sondern weil er seinen Job mag. Aus dieser Situation heraus entsteht ein Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, das die Ausgestaltung des „Neuen Arbeiten“ erst möglich macht. In einem Open Office gibt es Vertrauensarbeitszeit, keine Stempelkarten. Daher muss niemand immer am selben Platz sitzen, damit der Chef ihn arbeiten sieht. Man arbeitet im Home Office, in der Bahn oder an dem Bürotisch, der gerade frei ist. Diese Flexibilität und Eigenverantwortung, die der Mitarbeiter so bekommt, fördern die Produktivität und erhöhen die Verbundenheit zum Unternehmen. Nicht nur ein Großraumbüro Um diese Ziele zu erreichen, müssen bei der Büroplanung allerdings viele Faktoren bedacht werden. Die Lichtgestaltung im Raum ist ebenso wichtig wie die Akustik. Denn auch wenn es ein Großraumbüro ist: Im Open Office hat jeder die Möglichkeit, ruhig zu arbeiten, ohne durch Lärm in seiner Konzentration gestört zu werden. Und auch die Einbeziehung der Mitarbeiter spielt eine wichtige Rolle in den neuen Office-Trends.