DAS MUSEUMSDEPOT IN GOUDA - ERFAHRUNGEN VON JAN MUIJT

Über die Rolle die Bruynzeel gespielt hat, kann ich nur zufrieden sein.
“Unsere Kollektion beinhaltet Objekte die relatiert sind an der Kunst und Geschichte der Stadt und Region Gouda in der Niederlande. Religiöse Kunst aus dem 16. Jahrhundert, Bilder aus der Haager Schule und Goudaer Keramik aus dem 20. Jahrhundert, machen außerdem Teil aus unserer Kollektionen. In total verwalten wir 40.000 Objekte. Jedes Jahr finden uns ungefähr 30.000 Besucher.“

Öffentlich zugängliches Depot
“Wie in fast allen Museen, befindet sich auch bei uns ein Großteil der Kollektionen im Depot. Wir haben es immer schade gefunden, dass wir theoretisch soviel zeigen könnten jedoch nur relativ wenig Platz haben. Als die Möglichkeit entstand unseren größten Ausstellungsraum in ein öffentliches Depot um zu wandeln, haben wir die Chance ergriffen.“

“Eigentlich haben wir aus der Not eine Tugend gemacht. Aufgrund der Haushaltskürzungen durch die Gemeinde, mussten wir Intern eine Lösung finden für die Lagerung unserer Kollektionen. Nach und Nach entstand die Idee eines öffentlich zugänglichen Depots. Dort wird ein großer Teil der Kollektionen aufbewahrt und gibt es ein Schauraum der zugänglich ist für Besucher.“

Strukturelle Beschränkungen
“Das war noch nicht so einfach. Weil wir in einem historischen Gebäude hausen, gab es einige strukturelle Beschränkungen. Auch wahren wir der Meinung, dass wenn Besucher durch das Depot wandern, sie die Kollektionen gut sehen können müssen. Hohe Regale konnten wir also nicht nutzen. Außerdem müssen wir natürlich vermeiden das Besucher die Objekte anfassen oder sogar mitnehmen.“

Laufwege
„Wir haben uns entschieden für niedrige Schränke mit Glas, die an der Oberseite abgeschrägt sind um einen spielerischen Effekt zu erzielen. Die warme rote Farbe trägt bei an der angenehmen Atmosphäre und passt gut zum Gebäude. Laufwege führen die Besucher auf natürliche Weise durch das Depot.“

“Wir haben den Raum horizontal aufgeteilt mit einem offenen Raster, damit historische Elemente wie Balken und Ornamente sichtbar sind. Die erste Etage ist nicht zugänglich für die Öffentlichkeit; dort stehen also offene Regale. In einem anderen Teil des Gebäudes, haben wir ein zweites Depot realisiert, wo wir Goudaer Keramik gelagert haben. Dort haben wir uns für die Farbe Türkis entschieden, die sehr gut zum Licht passt.“

Ein gemeinschaftliches Projekt
“Der Entwurf und der Bau des öffentlichen Depots, war ein gemeinschaftliches Projekt zwischen uns, der Designagentur, dem Bauunternehmer und Bruynzeel. Über die Rolle die Bruynzeel gespielt hat, kann ich nur zufrieden sein. Sie haben sich zwar manchmal gewundert über unsere Wünsche, aber haben immer pro-aktiv und konstruktiv mit überlegt. Auch der Aufbaue verlief vorbildlich.“

“Wir haben gerade angefangen das Depot einzurichten. Weil es der Öffentlichkeit zugänglich ist, erfordert das etwas mehr Aufmerksamkeit. Zum Beispiel werden wir noch erklärende Schilder anbringen, damit die Besucher Informationen erhalten zu dem was Sie sehen.“

Die Meinung der Besucher
“Aus den ersten Reaktionen der Besucher konnten wir feststellen das Sie begeistert sind. Auch wir sind sehr Stolz auf das Resultat. Das offene Depot bietet ein deutlicher Mehrwert und ein weiterer Grund um unser Museum zu besuchen.“